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Volkswagen richtet Motorsport-Programm neu aus

Wolfsburg, 2. November 2016 – Die Marke Volkswagen richtet ihr Motorsport-Programm neu aus. Ab 2017 konzentriert sich Volkswagen auf neue Technologien sowie den Kundensport. Das Engagement in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft ist nach vier historisch erfolgreichen Jahren, in denen Volkswagen mit dem Polo R WRC die Titel in Fahrer-, Beifahrer- und Hersteller-Wertung in Serie gewann, abgeschlossen.

„Die Marke Volkswagen steht vor gewaltigen Herausforderungen. Mit dem anstehenden Ausbau der Elektrifizierung unserer Fahrzeugpalette müssen wir all unsere Anstrengungen auf wichtige Zukunftstechnologien konzentrieren. In der WRC haben wir unsere sportlichen Ziele weit übertroffen, nun werden wir Volkswagen Motorsport neu ausrichten und auch dort die Fahrzeugtechnik der Zukunft stärker in den Mittelpunkt rücken“, erklärte Entwicklungsvorstand Frank Welsch vor rund 200 Motorsport-Mitarbeitern in Hannover. „Gleichzeitig wird Volkswagen verstärkt im Kundensport Flagge zeigen. Neben dem Golf GTI TCR auf der Rundstrecke und dem Beetle GRC im Rallycross möchten wir auch im Rallye-Bereich Spitzenprodukte für Kunden anbieten und werden einen neuen Polo nach R5-Reglement entwickeln.“

Mit dem Golf GTI TCR bietet Volkswagen Motorsport seit der Saison 2016 ein seriennahes Kundensport-Fahrzeug für ambitionierte Fahrer und Teams an, die sich auf globaler und nationaler Ebene in der stark wachsenden TCR-Tourenwagen-Kategorie engagieren. In den USA setzt Volkswagen of America erfolgreich zwei Beetle in der Global-Rallycross-Serie ein, die von Volkswagen Motorsport in Hannover entwickelt wurden und bereits für die Saison 2017 vorbereitet werden. Scott Speed gewann den Fahrertitel in der populären US-Serie 2015 und 2016, in dieser Saison ging zusätzlich der Hersteller-Titel an Volkswagen. Aufgrund der vorhandenen Erfahrung im Rallycross wird die Marke einen Ausbau dieser Aktivitäten untersuchen. Darüber hinaus wird Volkswagen 2017 mit der Neuentwicklung eines Rallyefahrzeuges der R5-Kategorie auf Basis der nächsten Fahrzeuggeneration des Polo beginnen, um das Auto ab 2018 Kunden zum Kauf anbieten zu können.

In dieses neue Fahrzeug wird die gesamte Erfahrung aus dem erfolgreichen WRC-Engagement mit dem Polo einfließen, mit dem die Werksteams Sébastien Ogier/Julien Ingrassia, Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila und Andreas Mikkelsen/Anders Jæger bei 51 Rallyes zu 42 Siegen und 621 Bestzeiten auf den Sonderprüfungen gefahren sind – kein anderes Auto in der Geschichte der Rallye-WM hat eine bessere Erfolgsquote. Am zurückliegenden Wochenende hatte Volkswagen in Großbritannien den vierten Hersteller-Titel* in der Rallye-WM in Folge gewonnen.

„Ich möchte unseren Fahrern und Beifahrern von Herzen für ihre herausragenden Leistungen danken. Sie sind nicht nur überaus schnelle, sondern auch ungemein sympathische Botschafter der Marke Volkswagen. Das ganze Team um Motorsport-Direktor Sven Smeets hat mit dem enormen Engagement eines jeden einzelnen die Basis für diese Erfolge geschaffen. Mit dieser exzellenten Mannschaft möchten wir weiterarbeiten und die Neuausrichtung umsetzen. Genauso werden wir die enge Zusammenarbeit zwischen Serienentwicklung und Motorsport, von der in den zurückliegenden Jahren stets beide Seiten profitiert haben, ausbauen. Für die Volkswagen Motorsport Mitarbeiter besteht eine Beschäftigungsgarantie“, sagte Entwicklungsvorstand Frank Welsch.

Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets erklärte: „Natürlich bedauern wir den Abschied aus der WRC sehr – für die Marke Volkswagen war es das bislang erfolgreichste Kapitel ihrer Motorsport-Geschichte. Die Mannschaft hat Großartiges geleistet. Gleichzeitig ist unser Blick nach vorne gerichtet, denn wir sind uns der großen Herausforderungen des gesamten Unternehmens bewusst. Mit unserer Neuausrichtung möchten wir einen Beitrag für den Erfolg der Marke Volkswagen leisten. Von nun an liegt der Fokus auf kommenden Technologien im Motorsport sowie auf unserem Kundensport-Angebot, welches wir noch breiter und attraktiver aufstellen werden.“

* vorbehaltlich der Bestätigung der Ergebnisse durch die FIA


 
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Rausch / Maulitz gewinnen die 5. ADAC-Reifen-Ritter- Rallye-Hinterland

Etwa 3000 Zuschauer kommen an die drei Strecken Gladenbach Michael Rausch und Beifahrerin Meike Maulitz gewinnen die 5. ADAC-Reifen-Ritter- Rallye-Hinterland. Sie setzen auch sechs der sieben Wertungsprüfungen die Bestzeiten und lassen Lokalmatador Marco Koch nur die Verfolgerrolle. Etwa 3000 Zuschauer sehen das Geschehen an den Strecken an.
Die Startnummer 1 auf dem gelben Opel Ascona des Schlitzers Michael Rausch war ebenso sinnbildlich wie die 2 auf dem grünen Kraftpaket, dem Opel C-Kadett, seines Marburger Verfolgers Marco Koch. Vorneweg setzten Rausch/Maulitz eine Bestzeit nach der anderen, während Koch und sein Beifahrer Stefan Assmann (Gladenbach) zwar spektakulär unterwegs waren und viel riskierten, aber erst auf der letzten Prüfung um knapp vier Sekunden schneller waren und dennoch am Ende mit 11,4 Sekunden Rückstand eben „nur“ Zweiter blieben.

Hinter den beiden Spitzenteams entwickelte sich ein munterer Kampf um die Plätze.
Uwe Kiehm und Andrea Bemmann (Wilfos/Wolfhagen) auf einem Opel C-Kadett sicherten sich Rang 3 und Thomas Leipold und Lena Kaufmann (Sinntal) kamen auf Rang 4 mit ihrem Suzuki Ignis ins Ziel.


Den besten Youngtimer fuhren Walter Gromüller und Maik Bredenförder (Gütersloh/Melle) auf den fünften Gesamtrang.
Fast 90 Teams waren am Samstagmittag im Rallyezentrum in Gladenbach gestartet, darunter ein Dutzend Teams des Rallye-Retro-Cups am Ende des Feldes, die auch nicht alle sieben Prüfungen
absolvierten und gesondert gewertet wurden. Eine Bereicherung waren im Feld die zwölf Teams der Youngtimer-Rallye-Trophy. Immerhin erreichten sieben Fahrzeuge dann auch das Ziel. Überhaupt wurde die Rallye-Hinterland ihrem Ruf als anspruchsvolle Veranstaltung gerecht. Gut ein Drittel der Fahrzeuge musste vorzeitig abgestellt
werden. Lob der Teams gab es schon nach dem Abfahren der Strecken am Morgen. Eine große Herausforderung für viele war bereits die 13 Kilometer lange A-B-Prüfung in Bad Endbach, auf der
nur das Spitzenduo unter 8 Minuten unterwegs war. Im hinteren Teil des Feldes war man bis zu drei Minuten langsamer. In Dautphetal ging es auf dem 5-Kilometerkurs mit seinen vielen kleinen Kurven ebenfalls zügig zu. Und der Rundkurs in Breidenbach, mit seiner Gesamtlänge von 10 Kilometern, war für viele ebenfalls eine Herausforderung. „Unser Sicherheitskonzept ist mal wieder aufgegangen“, freute sich Claus Lixfeld. Seit 1980 ist er Leiter der Rallye Hinterland. Die vier Notärzte/innen und die Besatzungen der Rettungswagen, die die Veranstaltergemeinschaft von MSC Salzbödetal und MSC Holzhausen an den Strecken postiert hatten, kamen nicht zum Einsatz. Dabei hatte es durchaus manch spektakulären Abflug gegeben. Nur die Medical-Intervention-Cars (MIC) wurden benötigt, um ausgefallene Fahrzeuge von der Strecke oder aus Gefahrenbereichen zu schleppen. Zudem musste ein kleiner Wiesenbrand nach einem technischen Defekt gelöscht werden.
Die Zuschauer nutzen die ausgewiesenen Punkte, auf denen sie auch von örtlichen Vereinen bewirtet wurden, sehr gut. Etwa 3000 Besucher schätzte der Veranstalter bis zum Abend.

Video zur Veranstaltung:

 

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ADAC Eifel Rallye Festival 2016 – Gruppe-B-Rekord und Weltpremiere

„Das ist einfach nur gigantisch, ich hätte nie geglaubt, dass man die Gruppe B in diesem Ausmaß jemals wiederbeleben könnte. Solch ein tolles Gruppe-B-Feld hat es vorher nie gegeben“, die Begeisterung stand Walter Röhrl ins Gesicht geschrieben. Der Schirmherr des ADAC Eifel Rallye Festival (21. – 23. Juli 2016) rockte mit zehntausenden Fans aus dem In- und Ausland und den Boliden verschiedener Hersteller die Vulkaneifel.

Rund um Daun gab es das weltweit größte Aufeinandertreffen von Gruppe-B und Gruppe-S-Fahrzeugen, die vor genau 30 Jahren aus dem Sport verbannt wurden. Über 60 dieser Fahrzeuge traten im Feld der insgesamt 150 Zeitzeugen aus der Geschichte des Rallyesports an.


Organisationsleiter Peter Schlömer (Daun) war begeistert: „Die Zuschauerzahlen sind nochmals gestiegen. Das ist einfach nur fantastisch. Für das Organisations-Team, das monatelang auf dieses Großereignis hingearbeitet hat, ist diese Resonanz eine tolle Bestätigung unserer Arbeit.“ Reinhard Klein (Köln), als Kopf von Slowly Sideways für die Fahrzeuge im Teilnehmerfeld verantwortlich, strahlt: „Ich hatte es gehofft, aber fast nicht geglaubt, dass es uns gelingen würde, so ein fantastisches Feld zusammen zu bringen. Was mich besonders fasziniert ist die Anzahl der Originale und originalgetreuen Nachbauten aus der Gruppe-B-Zeit.“ Mitorganisator Christian Geistdörfer ergänzte: „Wir konnten die Messlatte nochmals eine Stufe höher legen – am Wetter arbeiten wir noch.“


Es gab in der Vulkaneifel allerdings nicht nur das weltweit größte Aufeinandertreffen der Gruppe-B, gemeinsam mit Audi Tradition gelang dem Veranstalter eine absolute Weltpremiere. Als 1986 die Gruppe-B-Fahrzeuge verboten wurden, war dies auch gleichzeitig das Ende der geplanten Nachfolger aus der Gruppe S. Viele dieser Prototypen verschwanden in der Versenkung, fast alle, die noch verfügbar sind, waren in Daun ausgestellt. Einer verursachte ein ganz besonderes Aufsehen. Audi Tradition brachte ihren Gruppe-S-Prototypen nicht nur mit weiteren zwei originalen Audi quattro in die Eifel, er wurde hier auch nach 30 Jahren erstmals der Öffentlichkeit in Aktion vorgestellt. „Das Eifel Rallye Festival mit seinem Thema der Gruppen B und S war der perfekte Rahmen für uns, diese Premiere zu feiern“, sagte Timo Witt, Leiter der historischen Sammlung von Audi Tradition. „So können wir einen tollen Beitrag zu diesem Festival leisten. Und
hier hat unser Prototyp mehr Kilometer absolviert als zuvor in 30 Jahren. Allerdings müssen wir auch vorsichtig sein, dies ist ein Einzelstück und alle Teile sind unwiederbringbar.“ Am Steuer des Prototypen saß Doppelweltmeister Walter Röhrl: „Es war ein grandioses Erlebnis, diesen einzigartigen Prototypen bei seiner weltweiten Premiere auf den Prüfungen des Eifel Rallye Festivals steuern zu dürfen.“

Die Autostadt ist langjähriger Partner des Eifel Rallye Festivals. Geschäftsführer Otto F. Wachs war begeistert und sagte: „Die Autostadt kann als Markenplattform für den VW-Konzern hier die Marken Audi, Porsche, Seat, Skoda und VW mit ihrem Rallye-Engagement perfekt darstellen. Die tausenden nationalen und internationalen Fans hier beweisen, wie aktuell diese Zeitzeugen der Rallyegeschichte immer noch sind.“ Obwohl in der Eifel die Fahrzeuge die absoluten Stars sind, treffen sich deren frühere Piloten zu einem großen
‚Familientreffen‘ in Daun. Ihre Reaktionen waren durchweg begeistert. Der italienische Doppelweltmeister Miki Biasion, gemeinsam mit Tochter Bettina im Lancia Delta S4 unterwegs, strahlte: „Das hier ist einfach nur fantastisch und so viele Zuschauer.“ Der bekannt wortkarge Schwede Stig Blomqvist pilotierte gemeinsam mit Ehefrau Asa seinen Ford Sierra Cosworth und kommentierte kurz und knapp, aber begeistert: „ok“. Harald Demuth, der gemeinsam mit Dirk Johae einen originalen Audi Sport quattro S1 steuerte, strahlte, „so gewaltig viele Zuschauer, diese Veranstaltung verdient nur Superlative.“ Preise für Mazda, Audi, Peugeot und John Davenport In Ermangelung eines sportlichen Siegers bestimmte eine Experten-Jury die Gewinner der dreitägigen Demonstrationsfahrt – keine leichte Aufgabe in Anbetracht des hochkarätigen Starterfelds. Nach intensiver Beratung bestimmten
die Experten den liebevoll nachgebauten Mazda RX-7 von Yves Loubet als „Best Replication“. Den Preis für das beste Originalauto überreichte Fritz Cirener, Leiter von Bosch Automotive Tradition, an Wolf-Dieter Ihle für dessen neu aufgebauten Audi Sport Quattro.

Die fünf Rallye-Champions Walter Röhrl, Miki Biasion, Stig Blomqvist, Yves Loubet und Harald Demuth wählten den Peugeot 205 T16 von Fernando und Dario Garrido beim „Champion’s Choice“ Award zu ihrem Lieblingsauto. Darüber hinaus wurde der frühere Beifahrer, Teamchef und Buchautor John Davenport mit dem „Rallying Ambassador“-Preis als Botschafter des Rallyesports ausgezeichnet.

Über 9.000 Euro für einen guten Zweck

Für Eberhard Riedel aus dem hessischen Biebertal fielen am Festival-Donnerstag Weihnachten und Ostern auf einen Tag. Der Hesse durfte sich schon vor seinem Geburtstag am Samstag über ein wunderbares Geschenk freuen. Seine Tochter Franziska und Ehefrau Anette hatten für ihn beim veranstaltenden MSC Daun eine Mitfahrt bei Walter Röhrl im Audi Sport quattro ersteigert. Der begehrte Ritt auf dem ‚heißen Sitz‘ war heiß umkämpft und schraubte das Sieges-Gebot bis in die Höhe von 4.565,11 Euro. „Das war uns Papa wert, zudem war das eine einmalige
Gelegenheit“, strahlte Tochter Franziska. Eberhard Riedel war nach der Mitfahrt glücklich. „Das war ein wahnsinniges Erlebnis, es wird sicherlich einige Zeit dauern, bis sich das alles gesetzt hat.“ Fahrzeugeigner Wolf-Dieter Ihle hatte, wie vor der Versteigerung verspochen, den Erlös verdoppelt. So konnte sich Gerd Becker, der Vorsitzende des Vereins Bürger für Bürger e.V. in Daun, über einen Scheck in Höhe von 9.130,22 Euro aus den Händen von Organisationsleiter Peter Schlömer (Daun) freuen.

Internationales Interesse
Das Interesse am Eifel Rallye Festival war riesig, und das nicht nur bei den
Teilnehmern und Fans. Auch die schreibende, filmende und fotografierende Zunft
eilte nach Daun. Im Pressebüro des Veranstalters akkreditierten sich fast 140
Journalisten aus 21 Nationen und von vier Kontinenten. Nur aus Australien fanden
diesmal zwar einige Fans, aber kein Journalist den Weg nach Daun.


Jürgen Stehr ebnet Weg für Bosch Schotter-Spektakel
Jürgen Stehr, Unternehmer aus dem Vogelsberg, ist langjähriger Teilnehmer in der
Eifel. Aber nicht nur das. Mit Hilfe seiner Stehr-Spezialmaschinen wurde die Bosch
Super Stage fahrbereit hergerichtet. Und auch die Nachbereitung hat der
Mercedes-Pilot zugesagt! Ein Video darüber ist demnächst unter www.stehr.tv verfügbar.


Begeisterung auch aus Frankreich
Aus La Bresse in den Vogesen kam der stellvertretende Bürgermeister Raymond
Marchall mit einigen Mitarbeitern nach Daun. La Bresse wird Ende August Zentrum
des Vosges Rallye Festival sein, die das erfolgreiche Konzept des Eifel Rallye
Festivals übernommen hat. „Es ist verrückt, wie viele Leute hier waren und wie
begeistert die alle waren. Das ist viel mehr, als ich jemals erwartet hätte.
Beeindruckend ist auch zu sehen, dass der Veranstalter es geschafft hat, fast die
gesamte Innenstadt zu sperren und Rallye und Geschäfte profitieren beide davon“,war Marchall begeistert und ergänzte, „wir freuen uns jetzt noch mehr, in La Bresse selbst Gastgeber einer so tollen Veranstaltung sein zu können.“

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Zweite Halbzeit für ADAC Rallye Masters und DRM beginnt in Thüringen

Pößneck: Das Rallye-Fest geht auch in der zweiten Saisonhälfte weiter: Die Nennliste der S-DMV Thüringen Rallye (15. – 16. Juli 2016) verspricht erneut hochklassigen Sport. Beim sechsten von zehn gemeinsamen Läufen von ADAC Rallye Masters und DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) ist die Anzahl der Sieganwärter auf den zehn Wertungsprüfungen (WP) über 137,56 Kilometer beachtlich. Die DRM-Führenden Fabian Kreim / Frank Christian (Fränkisch-Crumbach / Oberhausen) im Skoda Fabia R5 und ihre härtesten Verfolger Christian Riedemann (Sulingen) und seine belgische Co-Pilotin Lara Vanneste im Peugeot 208 S16 R5 kämpfen um den Titel. Die Verfolger werden angeführt vom ehemaligen Vize-Europameister Sepp Wiegand (Zwönitz) im Ford Fiesta R5, dem DRM-Dritten Dominik Dinkel (Rossach) im Skoda Fabia S2000, dem amtierenden Meister Ruben Zeltner (Lichtenstein) im Porsche 911 GT3 und seinem Markenkollegen und Sachsen-Sieger Rainer Noller (Abstatt). Im ADAC Rallye Masters sind die Divisionen ebenfalls bestens besetzt. Tabellenführer Hermann Gaßner (Surheim) steht in der Division 2 mit seinen Mitsubishi-Markenkollegen Raphael Ramonat (Trusetal) und Ron Schumann (Limbach-Oberfrohna) harte Konkurrenz ins Haus.

Die vollständigen Punktestände, News und Hintergrundinformationen zum ADAC Rallye Masters und der DRM gibt es unter www.adac.de/rallye-masters und www.adac.de/drm sowie im ADAC Rallye Hub (www.adac.de/rallyehub) im Internet. Das Geschehen bei der S-DMV Rallye Thüringen ist in einer Woche bei TV-Partner Sport1 zu sehen – im DRM-Magazin am Samstag, 23. Juli ab 11:30 Uhr.

Fest für die Fans: Der Rundkurs in Pößneck

Die Freitagsetappe der S-DMV Thüringen Rallye führt über zwei WP‘s und startet um 20.10 Uhr. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist der abschließende Zuschauerrundkurs mitten durch Pößneck ab 21.01 Uhr. Nach der Übernachtungspause starten die Teams ab 07.00 Uhr in die Samstagsetappe. Die Hatz auf den ultraschnellen Asphaltprüfungen wird durch eine 90 minütige Pause ab 12.00 Uhr im Lutschgenpark in Pößneck unterbrochen, sie bietet den Fans die Möglichkeit, die Akteure und deren Sportgeräte aus der Nähe zu betrachten. Nach der abschließenden Nachmittagsetappe über weitere vier WP‘s werden ab 17.20 Uhr auf der Zielrampe an der Sparkasse in Pößneck die Sieger geehrt.

Kreim hat noch eine Rechnung offen

Fabian Kreim reist im Škoda Fabia R5 als DRM-Führender nach Thüringen, hat aber mit den schnellen Asphaltpisten noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr war hier seine Premiere in der R5-Version des Fabia von Škoda Auto Deutschland. Er lieferte sich spannende Kämpfe mit Sepp Wiegand und übernahm kurz vor Schluss die Führung. In der letzten Prüfung rutschte er dann nach einem heftigen Regenschauer von der Strecke und musste aufgeben. „Ich möchte meinen Fehler vom letzten Jahr wieder gut machen“, erklärt der Förderpilot der ADC Stiftung Sport und ergänzt: „Sepp Wiegand darf man hier nicht unterschätzen, auch wenn er eine längere Pause hatte. Die schnellen und dadurch anspruchsvollen Strecken hier sind etwas Besonderes. Dazu kommt aber noch der Stadtrundkurs am Freitagabend, wo immer sehr viele Fans anwesend sind und uns anfeuern.“ Sein direkter Meisterschafts-Rivale Christian Riedemann (Peugeot 208 S16 R5) war in Thüringen 2006 und 2007 am Start. „Der Stadtrundkurs mit seinen vielen Zuschauern ist das Highlight für die Fans“, erinnert sich Riedemann. Die Frage nach den Favoriten ist für den Piloten von Peugeot Deutschland ROMO auch schnell geklärt: „Fabian (Kreim) fährt jetzt in der fünften Woche seine vierte Rallye, so ein Programm wünscht sich jeder Pilot und Sepp (Wiegand) hatte zwar eine lange Pause, aber da ist es wie mit dem Fahrradfahren, das verlernt man auch nicht, wenn man es einmal richtig kann. Zudem kennen beide die Prüfungen, die identisch auch im vergangenen Jahr so gefahren wurden. Wir wollen bei jedem Lauf möglichst viele Punkte sammeln und weitere Siege einfahren.“

Die Verfolger garantieren Spannung!

Es gibt eine ganze Armada von Verfolgern, die den beiden Titelaspiranten den Kampf um die Top-Platzierungen nur allzu gerne streitig machen wollen. Allen voran Sepp Wiegand (Zwönitz), der in einem Ford Fiesta R5 antritt. „Ich bin dennoch so etwas wie ein Außenseiter, da ich gut ein Jahr keine Rallye mit einem solchen Fahrzeug mehr gefahren bin. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht starte, um nur dabei zu sein“, lautet die klare Ansage des Vize-Europameisters von 2014. Neben dem DRM-Dritten Dominik Dinkel im Ŝkoda Fabia S2000 sind es vor allem zwei Porsche-Piloten, die zu den Top-Anwärtern auf die Podestplätze zählen. Der amtierende Deutsche Rallye-Meister Ruben Zeltner gewann im Porsche 911 GT3 das Vollgas-Spektakel rund um Pößneck nach den Ausfällen von Kreim und Wiegand im vergangenen Jahr, tritt in dieser Saison aber nur noch sporadisch an. Sein fahrerisches Potential bewies der Schwabe Rainer Noller in einem weiteren 911 GT3, als er auf den ebenfalls schnellen Asphaltprüfungen der Sachsen-Rallye als Erster über die Ziellinie fuhr.

Bei der in die DRM integrierten 2WD-Wertung für Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse tritt der Führende Hermann Gaßner junior nicht an. Das ist für ADAC Stiftung Sport Förderpilot Philipp Knof (Wülfrath) die Chance, im Citroën DS3 R3T zur Tabellenspitze aufzuschließen.

Spannende Kämpfe im ADAC Rallye Masters

Im ADAC Rallye Masters hat Hermann Gaßner senior die erste Saisonhälfte mit den maximal möglichen 100 Punkten abgeschlossen und liegt in der Gesamtwertung klar vorne. Mit Raphael Ramonat und Ron Schumann trifft der amtierende Masters-Champ jedoch auf harte Konkurrenz. Es wird sicherlich nicht einfach, auch hier die maximal möglichen 25 Zähler für den Sieg in der Division 2 zu erreichen. Der Tabellenzweite Konstantin Keil (Niestetal) startet im Škoda Fabia R2 in der Division 5, ist aber nach 2007 erstmals wieder in Thüringen am Start. „Wir versuchen natürlich die Division zu gewinnen, aber wir wissen nicht wirklich, welche Prüfungen uns dort erwarten. Zur Vorbereitung hab ich schon einige Inboard-Aufnahmen aus dem vergangenen Jahr angeschaut.“ Der zweifache Sieger des ADAC Rallye Junior Cup ergänzt schmunzelnd: „Ein Platz unter den Top-Drei der Masters-Gesamtwertung wäre genial. Wenn es aber weiter wie den bisherigen zweiten Platz nach vorne gehen soll, dann müsste der Hermann Gaßner senior schon etwas straucheln.“

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Vorbericht zur 23. ADAC-Grabfeldrallye 2016

Der Sommer klopft unüberhörbar an die Tür und mit ihm auch die Grabfeldrallye. Das Rallye-Highlight in Deutschland steht uns am 2. Juli wieder ins Haus. Die Verantwortlichen des AMC Bad Königshofen haben wieder viel auf die Beine gestellt für die vielen Teilnehmer und Zuschauer.

6 verschiedenen Wertungsprüfung – keine davon wird zweimal gefahren, ein großes Festzelt mit hektarweise Park- und Campingflächen für Helfer, Piloten und Fans außen rum, 260 Nennungen und dazu noch die Slowly-Sideways – und zwar die originalen von Reinhard Klein, das alles sind die Zutaten für ein erneut großes Rallyefest. Und genau das soll die inzwischen schon 23. Grabfeldrallye im rallyeverrückten Dörfchen Sulzdorf an der Lederhecke auch in diesem Jahr wieder werden.

Ein Festival des Motorsports von Freitagmittag bis Sonntagmittag, so könnte man die „Grabfeld“ sehr treffend beschreiben, dann an allen drei Tagen ist viel geboten. Freitagnachmittag geht es erstmal mit der technischen Abnahme direkt im Rallyezelt los. Alle Fahrzeuge und deren Piloten können aus nächster Nähe bestaunt werden. Passend dazu serviert man allerlei Köstlichkeiten aus Franken, Italien und Griechenland direkt aus der vereinseigenen Zeltküche. Um auch allen Fußballfans unter den Rallyesportlern die Bilder der Fußballeuropameisterschaft aus Frankreich präsentieren zu können, werden an beiden Tagen die Viertelfinals live auf einer Großbildleinwand ins Zelt projiziert.

Am Samstag geht es gegen Mittag dann los. 6 verschiedene WP´s keine davon wird zweimal gefahren. Nur ein Rundkurs – DER Rundkurs am Ende der Rallye – und 5 Sprintprüfungen über insgesamt 35 Kilometer, wobei knapp 34 davon unterschiedlich sind, entscheiden über die Sieger und Platzierten aller Klassen und natürlich auch der Gesamtwertung. Die besonderen Höhepunkte sind neben dem Rundkurs sicher die zwei langen 10-km-Prüfungen, eine davon Rund um den Bayernturm, der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Außerdem steht bei einer weiteren Prüfung eine komplett neue Streckenvariante auf dem Plan, die so nicht nie gefahren wurde. Die Aktiven dürfen wieder gespannt sein.

Auch die vielen Zuschauer kommen wieder voll auf ihre Kosten. So wird es auf gleich zwei Wertungsprüfungen moderierte Zuschauerpunkte geben. Alle Zuschauerpunkte sind natürlich wie immer vom Rallyezentrum ausgeschildert und meist mit Bewirtung. Den vielen Zuschauern gefällt es auch, dass zwei Prüfungen nur wenige Hundert Meter zu Fuß entfernt vom Rallyezentrum liegen, kann man so doch einfach mal sein Auto auch den ganzen Tag stehen lassen und sieht trotzdem die gesamte Rallye.

Nach einem spannenden und hochklassigen Rallyetag versammeln sich die meisten der insgesamt gut 700 ehrenamtlichen Helfer, die Fahrer, die Einheimischen und die Zuschauer zu einer Siegerehrung, die in ganz Deutschland ihres gleichen sucht. Gänsehautstimmung und gute Laune sind garantiert, ebenso eine Party bis in Morgenstunden des Sonntags. Und für alle die etwas intensiver gefeiert haben, steht in der Nacht ein Taxidienst direkt zur Unterkunft bereit. Jeder soll ja schließlich gesund und sicher nach Hause kommen.

Neben dem großen Teilnehmerfeld, 260 Nennungen sollen auch heuer zu gelassen werden, ist die „Grabfeld“ auch wieder ein offizieller Lauf der Slowly-Sideways-Gemeinschaft. Nur drei davon wird es heuer in Deutschland überhaupt geben. Ein Augen- und Ohrenschmaus für alle Rallyebegeisterten ist also schon zum Start der Rallye garantiert.

Am Sonntagmorgen wird zum Abschluss ein gemütliches Frühstück bis in die Mittagsstunden angeboten, noch einmal Zeit, das ereignisreiche Wochenende Revue passieren zu lassen, bevor es wieder nach Hause geht.

Einmalig ist auch die Nennung für die Grabfeldrallye. Jedes Jahr setzt gleich nach Nennungsbeginn ein wahres Wettrennen ein. Die Nennungen kommen im Minutentakt an. Im Vorjahr war das selbst dem Server irgendwann zu viel, aber auch das haben die Grabfelder wieder hinbekommen. Die Nennungsliste wird dieses Jahr am Sonntag, den 29. Mai um 0 Uhr geöffnet, also von Samstag auf Sonntagnacht. 260 Startplätze stehen heuer zur Verfügung, wie eingangs schon erwähnt, also sollten es doch genug sein, damit auch jeder, der möchte, im Grabfeld fahren kann.

Alle wichtigen Infos und die Online-Nennung unter www.grabfeldrallye.de

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Volles Haus auf dem Vulkan

Knapp zwei Wochen bevor es rund um die Burgenstadt Schlitz auf die Zeitenhatz der Deutschen Rallye Elite geht, kann der veranstaltende 
AC Schlitz mit rund 90 Teilnehmern ein großes Teilnehmerfeld vermelden. Mehr geht nicht angesichts des schon sportlichen Zeitplanes. 

 
Autocross-Europameister René Mandel steht vor R5-Debüt

Dank seines Mentors Armin Schwarz wird René Mandel (Sommerkahl) an einigen Läufen zur DRM 2016 teilenehmen. Für den ersten Auftritt im Ford Fiesta R5 haben die Beiden sich die ADAC Hessen Rallye Vogelsberg ausgesucht. Armin Schwarz wird auch dort sein, um seinen Schützling vor Ort zu unterstützen. 
Im Vorjahr startete der 24-jährige Mandel bereits zwei Mal im ADAC Opel Rallye Cup und konnte dort auch schon auf sich aufmerksam machen. 
30 Jahre später...
Nachdem 1986 die Französin Michèle Mouton zuletzt für Peugeot den Titel in der Deutschen Rallye Meisterschaft für sich verbuchen konnte, ist in diesem Jahr der Oldenburger Christian Riedemann auf den DRM Gewinn angesetzt. Der 28jährige startet in einem von ROMO-Motorsport vorbereiten Peugeot 208 T 16 und stand uns kurz Rede und Antwort.
 
Was fällt Dir spontan ein, wenn Du an die Rallye Vogelsberg denkst?
Ich komme immer wieder gerne zur Hessen-Rallye nach Schlitz. Die meisten Strecken sind mir schon geläufig und es gibt richtig viel Schotter. Eine richtig neue WP würde mir schon gefallen, ist das doch eine Herausforderung für die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Beifahrer. 
 
Wie lautet Deine Zielsetzung für diese Saison?
Der Titel in der DRM steht bei uns ganz oben, ob es schon zur Vogelsberg für einen Sieg reichen wird, wird sich zeigen, einfach wird es aber definitiv nicht. 
 
Wie oft warst Du schon bei uns in Hessen unterwegs?

Ich bin in diesem Jahr schon zum sechsten Mal hier im Vogelsberg unterwegs.
Schon im ersten Jahr meiner Karriere konnte ich im Suzuki hier an den Start gehen.
 
Wie würdest Du den Unterschied zwischen Deinem letztjährigen Fahrzeug und Deinem neuen Einsatzgerät beschreiben?
In diesem Jahr haben wir im Peugeot rund 50 PS mehr zur Verfügung als im letzten Jahr im Citroen. Darüber hinaus verfügt der Peugeot 208 T16 über Allradradantrieb.
 
Erfahrung versus Jugend
Mit Niki Schelle, dem zweimaligen Gewinner der Wertung für 2WD Fahrzeuge in der DRM, ist ein ganz erfahrenerer Mann im ADAC Opel Rallye als Gast im Vogelsberg mit dabei. Für einen Gaststart ließ sich der Schongauer - DRM Vizemeister der Jahre 1997 und 1999 - nicht zweimal bitten. Seiner Rückkehr ins Rallye-Cockpit blickt Schelle mit einer Mischung aus Vorfreude und Spannung entgegen: "Als jemand, der selber schon einmal einen Rallye-Markenpokal veranstaltet hat, verfolge ich den ADAC Opel Rallye Cup mit großem Interesse. Bei den Förderchancen treffen sich hier einige der besten Nachwuchstalente. Ich würde gerne im vorderen Mittelfeld mitmischen. Dafür mache ich jetzt noch etwas Diät – denn jedes Gramm will ja beschleunigt werden." 
Auf dem heißen Sitz nimmt mit Katrin Becker ein echte Lokalmatadorin Platz, stammt diese doch aus Schlitz. „Ich freue mich riesig darauf, zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder gemeinsam mit Niki im Auto zu sitzen – und dann auch noch bei meiner Heimrallye, die ich seit 2012 nicht mehr fahren konnte. Ich bin unheimlich gespannt darauf, wie es im ADAC Opel Rallye Cup zugeht. Meine Erwartungen? Keine Ahnung. Aber wir treten sicher nicht an, um nur hinterherzufahren." 
Nach drei Meistertiteln in in den letzten Jahren in Österreich ist sie in diesem Jahr gemeinsam mit dem Briten Chris Ingram im Werks-Opel ADAM R2 des Opel Rallye Junior Teams in der Rallye-Junior-Europameisterschaft unterwegs.
 
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